„Die Schnäppchenjäger!“ Eine Einkaufsfahrt mit Nebenwirkung
Fahrtüchtigkeit von Seniorinnen und Senioren ist ein heikles Thema. Zu groß ist die Angst vor einem unfreiwilligen Führerscheinverlust.
Wie sich das vermeiden lässt, zeigten die Präventionsberater der Polizeiinspektion Ludwigslust am 10. Juni in einer Informationsveranstaltung mit einem amüsanten und lehrreichen Bühnenstück, in welchem die Protagonisten auf ihrer Fahrt ins Einkaufszentrum unbewusst so ziemlich alles falsch machten, was man im Straßenverkehr regelwidrig machen kann. Die Jagd nach dem angebotenen Akku-Staubsauger kam sie schließlich teuer zu stehen. Anschaulich und mit viel Witz und Humor zeigten die Laienschauspieler typische Situationen aus dem echten Leben und wie schnell eine Anhäufung von falschem Verhalten im Straßenverkehr zu einer Auffälligkeit beim Fahren und einem Verlust der Fahrerlaubnis führen kann. Ein kleiner Schnaps vor Fahrantritt, „bequemes“ Sitzen ohne Sicherheitsgurt, schleichen über die Bundesstraße mit 60 km/h, ständige Ablenkung durch den Beifahrer und Einparken mit Sachbeschädigung und Unfallflucht; um nur Einiges zu nennen. Alltägliche Situationen, die den meisten von uns irgendwie bekannt vorkommen. Die Veranstaltung war gut besucht. Die Polizeibeamten hatten viele Fragen zu beantworten. Nach dem Theaterstück konnten die Zuschauer mit Rausch- und Drogenbrillen selbst testen, wie sich Alkohol und Medikamente beim Autofahren auswirken können. Nach der angebotenen Verkostung von Weinbrandbohnen wurde der Atemalkoholgehalt gemessen. Wie schon wenig Alkohol zu erstaunlichen Messergebnissen führen kann, zeigte der Messwert von 1,3 ‰ und mehr.
Ein großes Dankeschön an die Präventionsberater der PI Ludwigslust, die uns die Herausforderungen des Straßenverkehrs, gerade für Senioren, anschaulich dargestellt haben.
E. Rattunde
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